Der Juli-Sommer 2016 in Deutschland fällt aus: Siebenschläfer-Update

Update 14. Juli 2016: Camping im Schnee? Was für ein Hochsommer!

"Wiesbaden (wetter.net) 14.07.2016 - Schon an Camping im Schnee gedacht und das mitten im Juli? Wie von wetter.net bereits am Montag angedroht kann dieser Wunsch heute in den Alpenländern Schweiz und Österreich erfüllt werden! Die Schneefallgrenze ist in diesen Regionen über Nacht deutlich abgesackt. Stellenweise tanzen heute Morgen bis auf 1500 m die Schneeflocken. Für Mitte Juli ist so eine tiefe Schneefallgrenze extrem selten. Klar: Es kann mal im Juni oder im späten August bis auf diese Höhen herab schneien, aber im Juli ist das nun wirklich ein eher seltenes Schauspiel. Dieser Sommer hält sich nun nicht nur für den Herbst, sondern sogar für den Winter..." Quelle: wie vor
„Wiesbaden (wetter.net) 14.07.2016 – Schon an Camping im Schnee gedacht und das mitten im Juli? Wie von wetter.net bereits am Montag angedroht kann dieser Wunsch heute in den Alpenländern Schweiz und Österreich erfüllt werden! Die Schneefallgrenze ist in diesen Regionen über Nacht deutlich abgesackt. Stellenweise tanzen heute Morgen bis auf 1500 m die Schneeflocken. Für Mitte Juli ist so eine tiefe Schneefallgrenze extrem selten. Klar: Es kann mal im Juni oder im späten August bis auf diese Höhen herab schneien, aber im Juli ist das nun wirklich ein eher seltenes Schauspiel. Dieser Sommer hält sich nun nicht nur für den Herbst, sondern sogar für den Winter…“ Quelle: wie vor
Quelle Berliner Morgenpost: Schnee im Juli: Chaos-Sommer geht in die nächste Runde
Quelle Berliner Morgenpost: Schnee im Juli: Chaos-Sommer geht in die nächste Runde

Siehe auch WO-Fotostrecke vom 14.7.2016: Alpen: Schnee ab 1700 Meter Höhe.

Die Wettermodelle hatten es frühzeitig erkennen lassen: Siebenschläfer: Fällt der Sommer 2016 aus? Die Sonne streikt weiter!

Nach zwölf Tagen Sonnenstreik in Folge ohne jeden wärmenden Sonnenfleck haben sich die Juni-Prognosen der Wettermodelle für eine andauernde eher kühle und unbeständige Westwetterlage im Siebenschläferzeitraum Anfang Juli 2016 bestätigt.

Zum Vergleich die Prognose der Westwetterlage im Siebenschläferzeitraum vom 28.6. für den 7.7.2016…

(zum Vergrößern anklicken)

Die ECMWF-Prognose vom 28.6. für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 13 km Höhe, untere Stratosphäre) am 7.7.2016 (Siebenschläfer). Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlih kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein über dem Nordmeer liegender Teilwirbel ist verbunden mit einem kalten Trog (Rossbywellental) über Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Prognose vom 28.6. für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) am 7.7.2016 (Siebenschläfer). Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein über dem Nordmeer liegender Teilwirbel ist verbunden mit einem kalten Trog (Rossbywellental) über Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

 …mit der Strat.-Analyse von ECMWF vom 4.7.2016:

Die ECMWF-Analyse vom 4.7.2016 für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 13 km Höhe, untere Stratosphäre) im Siebenschläferzeitraum Anfang Juli. Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein über dem Nordmeer liegender kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt vor Westeuropa und ist auf dem Weg nach Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Analyse vom 4.7.2016 für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) im Siebenschläferzeitraum Anfang Juli. Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein über dem Nordmeer liegender kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) reicht bis in den Ostatlantik vor Westeuropa weit nach Süden bis vor Portugal und ist auf dem Weg nach Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

Die ECMWF-Strat.-Prognose sieht heute in Übereinstimmung mit anderen Modellen ein Andauern dieser unsommerlichen Großwetterlage bis (mindestens) Mitte Juli 2016:

Die ECMWF-Prognose vom 4.7. für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 13 km Höhe, untere Stratosphäre) am 14.7.2016 (Siebenschläferzeitraum). Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlih kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein kalten Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
Die ECMWF-Prognose vom 4.7. (Siebenschläferzeitraum) für das Geopotential (Luftdruck) in 150 hPa (rund 14 km Höhe, untere Stratosphäre) am 14.7.2016. Der Polarwirbel ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich kräftig und weit nach Süden ausgedehnt. Ein kalter Trog des Polarwirbels (Rossbywellental) liegt über Mitteleuropa. Quelle: http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html

Dies bedeutet für den Juli 2016 in Deutschland und andere Teile vor allem West- und Mitteleuropas bei einer Erhaltungswahrscheinlichkeit von rund 70% ein vorläufiges Andauern des bisher überwiegend kühlen und nassen Sommers 2016 – nicht nur – in Deutschland: DWD: Der Juni 2016 in Deutschland war überwiegend WARM! Hat da jemand einen Clown gefrühstückt…?

Denn…:

„…Im weit nach Süden gedrängten Polarjet sind insgesamt fünf Rossby-Wellen zu erkennen, was auf eine weitere aktive Bewegung des Rossbywellenkarussels von West nach Ost, also ein Andauern der wechselhaften Westwetterlage auch über Mitteleuropa hindeutet.

Dabei drehen sich in ca. 9000 m Höhe (300hPa) derzeit fünf Höhentröge (Tiefdruckgebiete) und fünf Höhenrücken (Hochdruckgebiete) von West (links) nach Ost (rechts) und führen im Wechsel subtropische und subpolare Luftmassen nach Mitteleuropa...“

Update 16. Juli 2016: Das aktive Rossbywellenkarussell auf der Nordhalbkugel in Höhe der Tropopause ist hier im Lauf der Potentiellen Temperatur von 14 Tagen gut zu erkennen: Arctic ECMWF

Der Plot der Nordhalbkugel zeigt den Lauf der Analyse der potentiellen Temperaturen in Höhe der Tropopause (etwa um 8 bis 12 km Höhe). Die grüne und blauen Farben zeigen kalte polare/subpolare Luftmassen, die gelb/orange/roten Farben zeigen warme tropische/subtropische Luftmassen. Die rasche Bewegung der wechselnden Luftmassen von West- nach Ost in unseren Breiten zeigt das aktive Rossbywellenkarussel im Polarjet und im Subtropenjet, die im Wechsel kalte und warmen Luftmassen auch nach Europa führen.
Der Plot der Nordhalbkugel zeigt den Lauf der Analyse der potentiellen Temperaturen im Bereich des arktischen Polarwirbels (Polar Vortex) in Höhe der Tropopause (etwa um 8 bis 12 km Höhe). Die grüne und blauen Farben zeigen kalte polare/subpolare Luftmassen, die gelb/orange/roten Farben zeigen warme tropische/subtropische Luftmassen. Die rasche Bewegung der wechselnden Luftmassen von West- nach Ost (links nach rechts) in unseren Breiten weist auf das aktive Rossbywellenkarussel im Polarjet und im Subtropenjet hin, die im Wechsel kalte und warme Luftmassen auch nach Europa führen. Am 13.7.2016 liegen kalte subpolare (grüne) Luftmassen über Nord- und Westeuropa sowie über großen Teilen Deutschlands. Quelle: http://www.pa.op.dlr.de/arctic/ecmwf.php
Update Ende.

Die Temperaturen in Deutschland liegen in den ersten vier Tagen des Juli 2016 mit -1,4 K unter dem international üblichen und von der WMO empfohlenen modernen Klimamittel 1981-2010:

Die Grafik der Uni Karlsruhe zeigt die Abweichungen der Temperaturen in Deutschland von 1. bis 4. Juli 2016 zum veralteten (kälteren) Klimamittel 1961-1990 von -0,3 K. Zum modernen (milderen) WMO-Klimamittel 1981-2010 beträgt die Abweichung -1,4 K. Quelle: http://imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de/wetterwerte.html
Der Screenshot der Grafik der Uni Karlsruhe zeigt die Abweichungen der Temperaturen in Deutschland von 1. bis 4. Juli 2016 zum veralteten (kälteren) Klimamittel 1961-1990 von -0,3 K. Zum modernen (milderen) WMO-Klimamittel 1981-2010 beträgt die Abweichung -1,4 K. Quelle: http://imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de/wetterwerte.html

Diese kühle Entwicklung hat nun auch das Wettermodell CFSv2 der amerikanischen Wetterbehörde NOAA erkannt und sieht den Juli 2016 in Deutschland – nach vorherigen milderen Rechnungen – aktuell bei T-Abweichungen um -0,5 K zum milden Klimamittel 1999-2010:

NOAA-CFSv2-Prognose der Temperaturabweichungen (2m) für Europa im Juli 2016. Deutschland liegt im (weißen) durchschnittlichen und im kühleren (blauen) Bereich um -0,5K. Quelle:
NOAA-CFSv2-Prognose der Temperaturabweichungen (2m) für Europa im Juli 2016. Deutschland liegt im (weißen) durchschnittlichen und im kühleren (blauen) Bereich um -0,5K. Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/htmls/euT2me3Mon.html

GFS erwartet ein Andauern des Europäischen Sommermonsuns mit reichlichen Niederschlägen mindestens bis Mitte Juli 2016,…

GFS-Prognose vom 5. Juli für die Niederschlagsmengen bis zum 15. Juli 2016. Vor allem im Alpenraum ist mit Niederschlagsmengen bis über 150 l/m² in den kommenden 10 Tagen zu rechnen, die in den Hochalpen selbst Mitte Juli(!) auch als Schnee fallen können. Quelle:
GFS-Prognose vom 5. Juli für die Niederschlagsmengen bis zum 15. Juli 2016. Vor allem im Alpenraum ist mit Niederschlagsmengen bis über 150 l/m² in den kommenden 10 Tagen zu rechnen, die in den Hochalpen selbst Mitte Juli(!) auch als Schnee fallen können. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsgfs025meur.html

…, die in den Hochalpen bei Niederschlagsmengen bis zu 150 cm auch Mitte Juli(!) 2016 verbreitet wieder als Schnee fallen können:

Wetter3/GFS-Prognose für Schneefall und Schneefallgrenze vom 4. Juli 2016 für den 14.Juli(!) 2016. In den Hochalpen werden verbreitet Schnefälle erwartet. Quelle:
Wetter3/GFS-Prognose für Schneefall und Schneefallgrenze vom 4. Juli 2016 für den 14.Juli(!) 2016. In den Hochalpen werden verbreitet Schneefälle erwartet. Quelle: http://www1.wetter3.de/animation.html

Update 10. Juli 2016: Fotostrecke: Nach Temperatursturz Aprilwetter und Alpenschnee bis 2000 m Mitte Juli 2016.

Die WO-Prognose vom 10.7.2016 für die kommende Woche sient einen Temperatursturz mit Aprilwetter in Deutscgland und Alpenschnee bis auf 2000 m Höhe Mitte Juli 2016. Quelle: wie vor
Die WO-Prognose vom 10.7.2016 für die kommende Woche sieht einen Temperatursturz mit Aprilwetter in Deutschland und Alpenschnee bis auf 2000 m Höhe Mitte Juli 2016. Quelle: wie vor

Update 7. Juli 2016 (Siebenschläfer): Tmin/Boden (5 cm) heute morgen in NRW mit 1,6°C knapp vor Bodenfrost.

Die Extremwetter-Videotextseite des WDR zeigt am 7.7.2016 in NRW Bodentemperaturen der letzten Nacht bis zu 1,6 °C, also kurz vor Bodenfrost im Sommer 2016.
Die Extremwetter-Videotextseite des WDR zeigt am 7.7.2016 (Siebenschläfer) in NRW Bodentemperaturen ( 5 cm) der letzten Nacht bis zu 1,6 °C, also kurz vor Bodenfrost im Sommer 2016. An einigen Stationen lagen die Bodentemperaturen selbst im Flachland (Borken = 50 m NHN/Normalhöhennull) unter 4°C. Quelle: http://www1.wdr.de/wdrtext/

Update 10. Juli 2016: Alpenschnee mit Schneefallgrenze bis 2000 m und Schneemengen bis zu 70 cm Mitte Juli 2016:

Die Beregfex-Alpenschneevorhersage für die Woche vom 10. bis 16. Juli(!) 2016. Mitte Juli 2016 werden in den Hochalpen bis runter auf 2000m verbreitet Schneefälle erwaret, in den Ostalpen bis zu 70 cm Schneehöhe. Quelle:
Die Bergfex-Alpenschneevorhersage für die Woche vom 10. bis 16. Juli(!) 2016. Mitte Juli 2016 werden in den Hochalpen bis runter auf 2000 m verbreitet Schneefälle erwartet, in den Ostalpen bis zu 70 cm Schneehöhe. Quelle: http://www.bergfex.de/schneevorhersage/?t=0_144

Update Ende.

GFS rechnet heute erneut mit der Möglichkeit von Nachtfrost und Schneefall bis in mittlere Lagen Süddeutschlands um Mitte Juli(!) 2016:

GFS-Prognoser der 2m-Tiefsttemperaturen (Tmin) vom 4. Juli für die Nacht zum 18. Juli 2016. Bei gebietsweisen Tmin/2m um 0 Grad Celsius sind in Teilen Süddeutschlands Bodenfrost und nächtlicher Schneefall bis in mittlere Lagen möglich. Quelle:
GFS-Prognose der 2m-Tiefsttemperaturen (Tmin) vom 4. Juli für die Nacht zum 18. Juli 2016. Bei gebietsweisen Tmin/2m um 0 Grad Celsius sind in Teilen Süddeutschlands Bodenfrost und nächtlicher Schneefall bis in mittlere Lagen möglich. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html

Der bisherige Verlauf der eher kühlen Witterung im Frühling 2016 und im etwas milderen bald hälftigen Sommer in Deutschland im El Niño-Jahr 2016…

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 2016 lagen in Deutschland leicht über dem Durchchnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 2016 lagen in Deutschland leicht über dem Durchschnitt. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl

….ähnelt bei den Temperaturen bisher eher dem Verlauf im vergleichbaren Jahr 1998, den ich bereits im Mai 2016 beschrieben hatte: Sommerprognosen 2016 für Mitteleuropa – ENSO-Statistik sieht eher warmen Sommer…

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 1998 lagen in Deutschland über dem Durchschnitt. Vor allem in Nordosteuropa war es aber deutlich kälter als 2016. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983,  1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 1998 lagen in Deutschland über dem Durchschnitt. Vor allem in Nordosteuropa war es aber deutlich kälter als 2016. Quelle: wie vor

…, während das zweite Jahr 1983 mit einem kräftigen El Niño-Ereignis von April bis Juni in Deutschland deutlich kälter war als 1998 und 2016:

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 1983 lagen in Deutschland unter dem Durchschnitt. Auch die Luft über dem Atlantik war deutlich kälter als 2016 und 1998, wähnred Osteuropa ähnlich temperiert wae wie 2016. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von April bis Juni 1983 lagen in Deutschland unter dem Durchschnitt. Auch die Luft über dem Atlantik war deutlich kälter als 2016 und 1998, während Osteuropa ähnlich temperiert war wie 2016. Quelle: wie vor

Was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Sommers 2016 in Deutschland und Mitteleuropa?

Der Juli und der August 1998 verliefen bei den Temperaturen deutlich unterkühlt,…

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von Juli bis August 1983 lagen in Deutschland und Mitteleuropa deutlich unter dem Durchschnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von Juli bis August 1998 lagen in Deutschland und Mitteleuropa deutlich unter dem Durchschnitt. Quelle: wie vor

…, während sie im Jahr 1983 – zumindest in Mittel- und Westeuropa – angenehmer waren…:

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von Juli bis August 1983 lagen in Deutschland und Mitteleuropa deutlich unter dem Durchschnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen von Juli bis August 1983 lagen in Deutschland und Mitteleuropa deutlich über dem Durchschnitt. Quelle: wie vor

Wenn wir uns etwas aussuchen dürften, würden wir sicherlich für den Restsommer 2016 den Verlauf des Sommers 1983 nehmen, auch wenn bisher der Verlauf von April bis Juni 2016 mit dem Jahr 1998 besser übereinstimmt…

Allerdings ist Wetter kein Wunschkonzert, denn…:

„…Die seit Jahrhunderten auftretenden natürlichen Witterungsregelfälle (Singularitäten) bis in die aktuelle Neuzeit weisen auf die Dominanz natürlicher Zyklen bei Wetter und Klima hin. Die Schafskälte hat eine unglaubliche Eintreffwahrscheinlichkeit von 89 %.

Die Entwicklung regionaler Wetterereignisse ist dabei stets in natürliche globale Entwicklungen eingebunden, wie der bekannte amerikanische Meteorologe Joe Bastardi schreibt: „One must think globally to forcast locally.“ („Man muss global denken, um lokale Wettervorhersagen zu machen.“)

Die aktuelle globale Entwicklung ist bestimmt durch eine rasche globale Abkühlung nach dem El Niño-Peak der globalen Temperaturen im Februar 2016: Absturz der globalen Temperaturen! Ungewöhnlich schwache Sonne – La Niña kommt: „Global Warming“ Reality Check Juni 2016.“

Nach einem rekordwarmen Februar 2016 mit einer Abweichung von 0,83 K Abweichung auch bei den unverfälschten Satellitendaten von UAH stürzen die globalen Temperaturen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) im Juni 2016 um – 0,49 K auf 0,34 K Abweichung in nur vier Monaten regelrecht ab.

Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Mai 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai mit einer Abweichung von 0,71 K einen deutlichen Rückgang um 0,36 K auf 0,34 K gegenüber dem Vormonaten Mai und April. Quelle: wie vor
Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Juni 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai und Juni einen Absturz um 0,37 K auf 0,34 K gegenüber den Vormonaten Mai und April. Originaltext dazu: „This gives a 2-month temperature fall of -0.37 deg. C, which is the second largest in the 37+ year satellite record…the largest was -0.43 deg. C in Feb. 1988. In the tropics, there was a record fast 2-month cooling of -0.56 deg. C, just edging out -0.55 deg. C in June 1998 (also an El Nino weakening year).“ Quelle: UAH Global Temperature Update for June 2016: +0.34 deg. C.

Die Sonne ist mit zwölf Tagen in Folge ohne Sonnenflecken im Dauerstreik:

Die Sonne streikt schon wieder: Vom 25. Juni bis 4. Juli 2016 gibt es auf der erdzugewandten Seite der Sonne keinen einzigen dunklen Fleck zu sehen. Quelle: http://www.spaceweather.com/
Die Sonne streikt schon wieder: Vom 23. Juni bis 4. Juli 2016 in Folge gibt es auf der erdzugewandten Seite der Sonne keinen einzigen dunklen Fleck zu sehen. Quelle: http://www.spaceweather.com/

Dazu kommt, dass die Erde am 4. Juli 2016 mit 152 Mill. km Abstand den sonnenfernsten Punkt (Aphel) der Erde auf der Umlaufbahn um die Sonne erreicht hat und damit Anfang Juli die jährlich geringste Strahlungsleistung der Sonne erhält (Abstandsgesetz – Die Bestrahlungsstärke nimmt mit dem Quadrat des Abstandes ab). Die Differenz zum sonnennächsten Punkt (Perihel) der Erde Anfang Januar jeden Jahres beträgt rund 5 Millionen Kilometer oder rund 7,7 % der Bestrahlungsstärke auf der Erde.

Die Folgen einer längerfristig schwachen Sonne ohne Sonnenflecken für das Wetter auf der Erde sind seit Jahrhunderten bekannt: Die Sonne streikt: Erster fleckenloser Tag in diesem Jahr! Die Erde kühlt ab!

„…Eine geringe Sonnenfleckenaktivität führt zu einer globalen und regionalen Abkühlung. Dies war schon im 18. Jahrhundert bekannt: Sonnenflecken und Weizenpreise – Herschel wurde Millionär.

Der aktuelle Sonnenzyklus (SC) 24 ist der schwächste seit mehr als 100 Jahren.

Nach der seit 1.7.2015 neuen Zählweise der Sonnenfleckenrelativzahlen kann der SC 24 auch der schwächste Sonnenzyklus seit 200 Jahren sein: Die Sonnenaktivität seit 1700 – meteo.plus.“

Man sollte also vom europäischen Sommer 2016 in unseren Breiten nicht mehr allzuviel erwarten; aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Übrigens: Man ja kann ja auch schon mal einen frühen statistischen Blick auf den kommenden La Niña-Winter 2016/17 und auf den Herbst 2016 der vergleichbaren Jahre 1983/84 und 1998/99 werfen:

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Winter 1983/84 lagen in Deutschland und Mitteleuropa weitgehend im Durchschnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Winter 1983/84 lagen in Deutschland und Mitteleuropa weitgehend im Durchschnitt. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/cgi-bin/data/composites/printpage.pl
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Winter 1998/99 lagen in Deutschland und Mitteleuropa weitgehend im Durchschnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Winter 1998/99 lagen in Deutschland und Mitteleuropa weitgehend im Durchschnitt. Quelle: wie vor

Ein besonders milder Winter 2016/17 in Europa erscheint demnach statistisch sehr unwahrscheinlich…, …und schon der Herbst 2016 könnte recht ungemütlich werden in großen Teilen Europas, wenn er wie der Herbst 1998 werden sollte…

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Winter 1998/99 lagen in Deutschland und großen Teilen Europa überwiegend deutlich unter dem Durchschnitt. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im Herbst 1998 lagen in Deutschland und großen Teilen Europas überwiegend deutlich unter dem international üblichen und von der WMO empfohlenen modernen Klimamittel 1981-2010. Quelle: wie vor

Bei Eintreffen dieser hier vorgestellten meist kühlen statistischen Einschätzungen ab Juli 2016 bis zum Ende des Jahres dürfte es zusammen mit dem bisherigen eher verhaltenen Verlauf insgesamt recht frisch – manche sagen auch: DWD-warm – werden im Gesamtjahresdurchschnitt der Temperaturen in Deutschland…

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im ersten Halbjahr 2016 lagen in Deutschland und Westeuropa überwiegend im Durchschnitt. Von Klimaerwärmung keine Spur. Quelle:
NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen in Europa im zweiten Jahr eines kräftigen El Niño-Ereignisses wie 1983, 1998 und 2016. Die Durchschnittstemperaturen im ersten Halbjahr 2016 lagen in Deutschland und Westeuropa überwiegend im international üblichen und von der WMO empfohlenen modernen Klimamittel 1981-2010 (weiße Flächen). Quelle: wie vor

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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