Die globale Abkühlung verstärkt sich – „Global Warming“ Reality Check Mai 2016

Update 9.6.2016: Absturz um -0,8 K im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 (s. unter Monthly Niño-3.4 index).

Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen liegen im Mai 2016 mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016...Quelle:
Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen sind im Mai 2016 gegenüber April um -0,8 K abgestürzt und liegen mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016…Quelle: May 2016 Sea Surface Temperature (SST) Anomaly Update

Update 6.6.16: The Pause Update: May 2016 – Die globale Erwärmungspause dauert an.

Die globale Abkühlung hat sich im Mai 2016 gegenüber den Vormonaten sowohl bei den Satellitendaten als auch bei den 2m-Temperaturen deutlich verstärkt: Die Weltmeere und die gesamte Erdatmosphäre kühlen ab.

Nach einem rekordwarmen Februar 2016 mit einer Abweichung von 0,83 K auch bei den unverfälschten Satellitendaten von UAH gehen die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre (TLT) nach dem März 2016 mit 0,73 K (Märzrekord) und im April 2016 mit 0,71 K nun im Mai 2016 auf 0,55 K sogar um -0,16 K zurück.

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Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Mai 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai mit einer Abweichung von 0,55 K einen deutlichen Rückgang um 0,16 K gegenüber dem Vormonat April. Der Mai 2016 liegt nur noch auf Rang 2 von 38 Jahren hinter Mai 1998 mit 0,64 K Abweichung. Quelle: wie vor
Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m  (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Mai 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai mit einer Abweichung von 0,55 K einen deutlichen Rückgang um -0,16 K gegenüber dem Vormonat April. Der Mai 2016 liegt – wie schon der April – nur noch auf Rang 2 von 38 Jahren hinter Mai 1998 mit 0,64 K Abweichung. Quelle: UAH Global Temperature Update for May, 2016: +0.55 deg. C

Der Mai hat mit 0,55 K nach den Rekorden der Vormonate wie bereits im April nur noch Rang 2 hinter 1998 erreicht. Der Vorsprung der globalen Durchschnittstemperatur des Jahres 2016 hat sich bei UAH im April 2016 erstmals verringert und beträgt im Mai 2016 nur noch 0,374 K nach 0,471 K im April und 0,499 K im März 2016.

Der UAH-Plot zeigt den vergleichenden Verlauf der globalen Temperaturabweichungen in der unteren Troposphäre (TLT) in den kräftigen El Niño-Jahren 1997/98 und 2015/16. Seit April 2016 liegen die Abweichungen erstmals niedriger als 1998. Quelle:
Der UAH-Plot zeigt den vergleichenden Verlauf der globalen Temperaturabweichungen in der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) in den vergleichbar kräftigen El Niño-Jahren 1997/98 und 2015/16. Seit April 2016 liegen die Abweichungen erstmals niedriger als 1998. Quelle: http://nsstc.uah.edu/climate/

Die vorläufigen Satellitendaten von UAH (0,55 K) und RSS (0,53 K) liegen – anders als in den Monaten zuvor  – bei beiden Datenanbietern im April und im Mai 2016 nicht mehr bei den positiven Abweichungen auf Rang 1, sondern nur noch auf Rang 2 hinter 1998.
Bei der Betrachtung der unterschiedlichen Abweichungs-Werte von UAH und RSS sind die unterschiedlichen Klimaperioden von UAH (1981-2010) und RSS (1979 – 1998) zu beachten.

Der Rückgang der Abweichung der Satellitentemperaturen vom Klimamittel ist bei RSS mit -0,23 K zum Vormonat April (0,76 K) größer als bei UAH, die Temperaturen stürzen nach dem Höhepunkt im Februar 2016 regelrecht ab…:

Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre (TLT) von RSS zeigen trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 weiterhin keine Erwärmung von Ende 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.3/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.3/trend
Der Plot zeigt die Entwicklung der globalen Temperaturabweichungen (rote Linie) der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) von RSS Dezember 1978  bis einschließlich Mai 2016 mit einem geringen nicht signifikanten Anstieg des linearen Trends (blaue Linie) von Dezember 1997 bis Mai 2016. Trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 gibt es keine Erwärmung (hiatus) von Dezember 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.4/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.4/trend

Die IPCC-Klimamodelle haben die Entwicklung der globalen Temperaturen weit überschätzt, wie der aktuelle Vergleich der Modellrechnungen zur realen Entwicklung der Satellitentemperaturen von Januar 2001 bis April 2016 zeigt:

The Speedometer for the 15 years 4 months January 2001 to April 2016 shows the [1.1, 4.2] C°/century-equivalent range of global warming rates (red/orange) that IPCC’s 1990, 1995 and 2001 reports predicted should be happening by now, against real-world warming (green) equivalent to <0.5 C°/century over the period, taken as the least-squares linear-regression trend on the mean of the RSS and UAH satellite global lower-troposphere temperature datasets.
The Speedometer for the 15 years 4 months January 2001 to April 2016 shows the [1.1, 4.2] C°/century-equivalent range of global warming rates (red/orange) that IPCC’s 1990, 1995 and 2001 reports predicted should be happening by now, against real-world warming (green) equivalent to <0.5 C°/century over the period, taken as the least-squares linear-regression trend on the mean of the RSS and UAH satellite global lower-troposphere temperature datasets. Quelle: http://joannenova.com.au/2016/05/monckton-ipcc-climate-models-speeding-out-of-control-compared-to-real-world/

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturen von CFSv2 zeigt den Mai 2016 global mit einer Abweichung von 0,41 K zum Klimamittel 1981-2010 allerdings noch auf Rang 1, aber ebenfalls mit einem weiteren deutlichen Rückgang um -0,16 K zum Vormonat April und der niedrigsten Abweichung seit September(!) 2015.

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) im Mai 2016: Mit einer Rekord-Abweichung von 0,41 (Vormonat 0,57 K) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 gehen die globalen Temperaturen zwar weiter deutlich zurück, aber auch der März 2016 liegt noch auf Rang 1 von 38 Jahren hinter 2002 mit 0,48 K (Image MouseOver Tool). Bei der Betrachtung der Grafik ist zu beachten, dass beide Pole in der rechteckigen Darstellung der Erdkugel im Verhältnis zu den äquatornahen Gebieten weit größer erscheinen, als sie tatsächlich sind…Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php
Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) im Mai 2016: Mit einer Rekord-Abweichung von 0,41 (Vormonat 0,57 K) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 gehen die globalen Temperaturen mit -0,16 K zum Vormonat zwar weiter deutlich zurück, aber auch der Mai 2016 liegt noch knapp auf Rang 1 von 38 Jahren hinter 2002 mit 0,35 K (Image MouseOver Tool). Bei der Betrachtung der Grafik ist zu beachten, dass beide Pole in der rechteckigen Darstellung der Erdkugel im Verhältnis zu den äquatornahen Gebieten weit größer erscheinen, als sie tatsächlich sind…Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Die globale Atmosphäre reagiert von unten nach oben auf den nachlassenden Wärmeeintrag durch das rasch abschwächende kräftige El Niño-Ereignis im äquatorialen Pazifik, wobei im Mai 2016 die kräftige Abkühlung der bodennahen 2m-Temperaturen erstmals auch die untere Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) erreicht hat.

Die durch die überdurchschnittlich erwärmten Oberflächen der Ozeane zusätzlich verdunsteten Wassermassen werden durch Abkühlung zu Wolken und Niederschlägen kondensiert und fallen u.a. als verstärkte Monsunregen in Teilen Asiens und Ostafrikas und – vor allem im Juni während der Schafskälte – als europäischer Sommermonsun zur Erdoberfläche zurück.

Der Rückgang der globalen Temperaturen im März, April und Mai 2016 kommt nicht überraschend, weil die globalen Meeresoberflächentemperaturen (SST) bereits im Februar 2016 kühler waren als im Januar 2016. NOAA: Die kalte La Niña kommt schon im Sommer 2016 – ENSO-Update März 2016

Während bei anderen vergleichbar kräftigen El Niño-Ereignissen wie 2015/16 nicht nur zeitversetzt eine Erwärmung der globalen Erdatmosphäre folgte – wie auch in diesem Jahr -, haben sich die globalen Meere von dieser zeitversetzten Erwärmung abgekoppelt und zeigen gegenüber dem ähnlich starken El Niño-Ereignis 1997/98 eine überraschende deutliche Abkühlung von Januar zu Februar 2016:

Der Plot von BOB TiSDALE zeigt den Verlauf der globalen SSTA bei den kräftigen El Niño-Ereignissen 1997/98 und 2105/16. Die monatlichen durchschnittlichen SSTA mehrer Datenanbieter lassen den überraschenden Absturz der globalen SST im Februar 2016 erkennen.
Der Plot von BOB TISDALE zeigt den Verlauf der globalen SSTA bei den kräftigen El Niño-Ereignissen 1997/98 und 2105/16. Die monatlichen durchschnittlichen SSTA mehrer Datenanbieter lassen den überraschenden Absturz der globalen SST im Februar 2016 erkennen. Quelle: Global Sea Surface Temperature Responses to the 1997/98 and 2015/16 El Niño Events

Ist damit bereits im März 2016 der anhaltende Rückgang der globalen Temperaturen nach dem kräftigen El Niño-Ereignis seit Sommer 2015 mit seinem Höhepunkt Ende Oktober/Anfang November 2015 eingeleitet? Wie “warm” wird das Jahr 2016? NOAA/CFSv2 korrigiert ENSO-Prognose stark nach unten!

„…Das bisher wärmste Jahr bei den unverfälschten Satellitendaten von UAH 6.0 war das El Niño-Jahr 1998, das zweite Jahr von Super El Niño 1997/98 mit einer Jahresmittelabweichung von 0,484 K zur international üblichen von der WMO empfohlenen Klimavergleichsperiode 1981-2010.

Gegenüber den ersten drei Monaten 1998 hat das zweite El Niño-Jahr 2016 einen Vorsprung von 0,495 K und liegt derzeit bei einem Durchschnitt von 0,536 K. http://vortex.nsstc.uah.edu/data/msu/v6.0beta/tlt/tltglhmam_6.0beta5.txt

Um unter dem Rekordjahr 1998 zu bleiben, müsste der Rest des Jahres 2016 also im Durchschnitt unter 0,457 K Abweichung bleiben.

Das erscheint nicht unmöglich…, denn schon der April 2016 wird kälter werden als der April 1998 mit 0,743 K Abweichung…“

Mit 0,55 K Abweichung ist der Mai 2016 kälter als der Mai 1998 mit 0,64 K Abweichung, der Vorsprung des Jahres 2016 gegenüber dem Super-El Niño-Jahr 1998 ist im Mai 2016 auf nur noch 0,37 K weiter geschrumpft.

Es bleibt also weiter abzuwarten, ob nicht schon im Jahr 2016 erstmals wieder negative Monats-Abweichungen bei den globalen Temperaturen auftreten, wie dies nach dem ähnlich kräftigen El Niño-Ereignis 1997/98 – allerdings erst im folgenden März 1999 – bei den Satellitendaten von UAH geschah: http://vortex.nsstc.uah.edu/data/msu/v6.0beta/tlt/tltglhmam_6.0beta5.txt

Der Frühling in Deutschland war laut DWD-Pressemitteilung vom 30.5.2016 mit einer Abweichung von 0,0 K durchschnittlich temperiert, der warme DWD-Jahreszeitentrend von April 2016 für das Frühjahr 2016 war also falsch:

DWD-Jahreszeitentend von April 2016 für das Frühjahr 2016. Mit rund 65% Wahrscheinlichkeit soll das Frühjahr 20167 trotz einer negativen Märzabwrichung von -0,6 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel "warm" weden...Quelle:
DWD-Jahreszeitentend von April 2016 für das Frühjahr 2016. Mit rund 65% Wahrscheinlichkeit soll das Frühjahr 2016 trotz einer negativen Märzabweichung von -0,3 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 „warm“ weden…Quelle: Jahreszeitentrend – Deutscher Wetterdienst

Nach einem mit –0,3 K unterkühlten März 2016 mit zeitweiligen Schneefällen bis ins Flachland war auch der April 2016 mit einer Abweichung von -0,4 K in Deutschland am Anfang und am Ende mit teilweisen Rekordschneefällen seit fast 50 Jahren in großen Teilen zeitweise winterlich:

Die vorläufigen Berechnungen des DWD für den April 2016 in Deutschland lagen mit 8.0 °C  wieder mal zu warm, es waren nur 7,9°C. Die negative Abweichung betrug also -0,4 K und nicht -0,3 K. Der April 2016 war damit der zweitkälteste der letzten 15 Jahre nach 2008 (7,6 °C). Quelle: Jahreszeitentrend – Deutscher Wetterdienst

Erst der Mai 2016 brachte – trotz energisch auftretender Eisheiliger um Pfingsten mit Schnee in den höheren Lagen – zum warmen Ende die Durchschnittstemperaturen mit +0,7 K Abweichung für den überwiegend unterkühlten deutschen Frühling 2016 wieder auf insgesamt 0,0 K Abweichung zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010.

Siehe dazu: Deutscher Wetterdienst mit Aprilscherz: Märzwinter 2016 mit wiederholten Schneefällen in Deutschland war MILD!

Von einer signifikanten Klimaerwärmung ist daher auch im Mai 2016 sowohl global – trotz mehrerer Monatsrekorde hintereinander wegen El Niño – als auch national nichts zu sehen.

Die mäßige Sonnenaktivität hat im Mai 2016 gegenüber der ungewöhnlich schwachen Aktivität im April 2016 wieder zugenommen. Die monatliche Sonnenfleckenrelativzahl (SN Ri) hatte sich im April 2016 mit 38,0 gegenüber April 2015 mit 75,3 fast halbiert. Die Sonnenaktivität war bereits Ende März 2016 mit einem einzigen stabilen Sonnenfleck ungewöhnlich schwach, schon Ende Mai 2015 gab es nach dem Maximum im April 2014 zwei fast fleckenlose Tage auf der erdzugewandten Seite der Sonne.

Unter dem Titel “Global Warming” Reality Check (GWRC) stelle ich monatlich die aktuellen Daten für Sonne, Temperaturen, ENSO, PDO, AMO und Meereisflächen vor. Dabei kommt es je nach Anbieter zu Verzögerungen. Die Daten werden hier nachgetragen, wenn sie veröffentlicht sind, bis dahin bleiben die Werte/Plots des Vormonats zur besseren Übersicht stehen.

Globale Zusammenfassung Mai 2016 (Kurzform):

Sonne

SN Ri: 52,1 neu (Vormonat 38,0 neu, Vorjahr 88,8 neu). Die internationale monatliche Sonnenfleckenrelativzahl (SN Ri) hat im Mai 2016 gegenüber dem besonders schwachen April 2016 zugenommen.

SSN Ri Oktober 2015 = 61,4 neu (Vormonat = 64,4 neu, Vorjahr = 94,7 neu nach Solar Max. mit 116,4 neu im April 2014). Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Globale Temperaturen

UAH/TLT: 0,55 K (Vormonate 0,71, 0,73 und 0,83, Vorjahr 0,27) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 2 von 38. UAH Global Temperature Update for May, 2016: +0.55 deg. C

RSS/TLT: 0,53 K (Vormonate 0,76, 0,84 und 0,98, Vorjahr 0,17) Abweichung zum Klimamittel 1979 – 1998, Rang 2 von 38. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/RSS_Monthly_MSU_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_3.txt

NOAA/NCEP/CFSv2: 0,41  (Vormonate 0,56, 0,63 und 0,70) global TA 2m – http://models.weatherbell.com/temperature.php Rang 1 von 38 Image MouseOver Tool

ENSO (El Niño/La Niña)

ONI: März/April/Mai 2016 (MAM) 1,1 K zum Klimamittel 1981 – 2010, Vormonate (nach NOAA-Korrekturen) 1.5 , 1.9 und 2.2; seit SON 2014 gibt es zeitweise schwache El Niño-Bedingungen. Ein El Niño-Ereignis gibt es ab FMA 2015, das mit 1,5 ab JAS kräftig ist, nach umstrittener NOAA-Korrektur gibt es aber kein El Niño-Ereignis 2014 mehr.

Monthly Niño-3.4 index:  0,64 K zum Klimamittel 1981-2010, Vormonate (nach NOAA-Korrekturen) 1.11, 1.50, 2.01, 2.23 nach NOAA-Korrektur

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation): +2,35, Vormonat +2,62, Vorjahr +1,20. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation): +0,359 , Vormonat +0,191, Vorjahr: +0,059. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/correlation/amon.us.long.data

Meereisflächen (Extent)

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/  mit andauerndem linearem Anstieg der Meereisflächen im April 2016 seit Beginn der Messungen 1979, aber mit ungewöhnlich kräftigem Rückgang  – wie schon im Januar 2016 – gegenüber dem Vorjahr 2015.

Arktis: http://nsidc.org/data/seaice_index/ – mit leichtem linearen Rückgang seit Beginn der Messungen 1979, aber mit geringem Anstieg gegenüber dem Vorjahr und Stagnation seit 2006.

 

MONATSBERICHT Mai 2016: (ausführlich)

SONNE

Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet. (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Mäßige und gegenüber dem Vormonat April 2016 erhöhte Aktivität mit einer monatlich durchschnittlichen internationalen Sonnenfleckenrelativzahl (SN Ri) von 52,1 neu (Vormonat 38,0 neu, Vorjahr 88,8 neu). Die Sonnenfleckenaktivität hat sich gegnüber dem Vorjahr fast halbiert und war bereits Ende März 2016 mit einem einzigen stabilen Sonnenfleck ungewöhnlich schwach.

SSN Ri November 2015 = 61,4 neu (Vormonat = 64,4 neu, Vorjahr = 94,7 neu nach Solar Max. mit 116,4 neu im April 2014). Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

SSN–Maximum des SC 24 im April 2014 mit 116,4 neu, SSN–Minimum und Beginn des SC 24 im Dezember 2008 mit SSN 2,2 neu (1,7 alt).

Monatliche (blaue Linien) und über 13 Monate gemittelte (rote Linien/smoothed) ab 1.7.2015 NEUE (höhere) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2016. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche (blaue Linien) und über 13 Monate gemittelte (rote Linien/smoothed) ab 1.7.2015 NEUE (höhere) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2016. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Zum Vergleich dieselbe Grafik bis Mai 2015 mit der alten Zählweise der Sonnenflecken:

Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche (blaue Linien) und über 13 Monate gemittelte (rote Linien/smoothed) bis 30.6.2015 gültige ALTE (niedrigere) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Besonderheit: Sonne im Mai 2015 mit zwei fast fleckenlosen Tagen – Weltklimakonferenzen auf der falschen Fährte?

GLOBALE TEMPERATUREN

UAH/TLT: 0,55 K (Vormonate 0,71, 0,73 und 0,83, Vorjahr 0,27) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 2 von 38. UAH Global Temperature Update for May, 2016: +0.55 deg. C

Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Mai 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai mit einer Abweichung von 0,55 K einen deutlichen Rückgang um 0,16 K gegenüber dem Vormonat April. Der Mai 2016 liegt nur noch auf Rang 2 von 38 Jahren hinter Mai 1998 mit 0,64 K Abweichung. Quelle: wie vor
Die UAH-Grafik zeigt die monatlichen Abweichungen (blaue Linie) der globalen Temperaturen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) sowie den laufenden Dreizehnmonatsdurchschnitt (rote Linie) von Dezember 1998 bis Mai 2016. Wegen eines kräftigen global zeitversetzt wärmenden El Niño-Ereignisses ab Sommer 2015 gab es auch bei den unverfälschten Datensätzen von UAH nach Monats-Rekordwerten von November 2015 bis März 2016 nun im Mai mit einer Abweichung von 0,55 K einen deutlichen Rückgang um 0,16 K gegenüber dem Vormonat April. Der Mai 2016 liegt nur noch auf Rang 2 von 38 Jahren hinter Mai 1998 mit 0,64 K Abweichung. Quelle: wie vor

Auf der sehr lesenswerten australischen Website kenskingdom zeigt das laufende 12-Monatsmittel der UAH v6.0 Daten die Entwicklung von den aktuellen Maidaten 2016 zurück bis zu dem Monat, wo der Trend null oder negativ ist (weniger als +0,1/ 100 Jahre).

Die Satellitenmessungen der globalen Temperaturen begannen im Dezember 1978, sie dauern bis einschließlich Mai 2016 demnach 37 Jahre und 6 Monate, also insgesamt 450 Monate, an: Die Hälfte des gesamten Messzeitraums liegt also bei 225 Monaten.

Der Plot zeigt das laufende 12-Monatsmittel der globalen Satellitendaten von UAH v6.0 von Dezember 1978 (Beginn der Satellitenmessungen) bis Februar 2016. Von Mai 1997 bis Februar 2016 (dicke braune Linie) gibt es keinen globalen Temperaturanstieg, also seit 18 Jahren und 10 Monaten oder 226 Monaten. Dies ist mehr als Hälfte des gesamten Messzeitraums seit Dezember 1978. (dünne braune waagerechte Linie) Quelle:
Der Plot zeigt das laufende 12-Monatsmittel der globalen Satellitendaten von UAH v6.0 von Dezember 1978 (Beginn der Satellitenmessungen) bis Mai 2016. Von September 1997 bis Mai 2016 (dicke braune Linie) gibt es keinen globalen Temperaturanstieg, also seit 18 Jahren und 9 Monaten oder 225 Monaten. Dies ist die Hälfte des gesamten Messzeitraums seit Dezember 1978. (dünne braune waagerechte Linie) Quelle: The Pause Update: May 2016

RSS/TLT: 0,53 K (Vormonate 0,76, 0,88 und 0,98, Vorjahr 0,17) Abweichung zum Klimamittel 1979 – 1998, Rang 2/3 von 38. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/RSS_Monthly_MSU_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_3.txt

Der Rückgang der Abweichung der Satellitentemperaturen vom Klimamittel ist bei RSS mit -0,23 K zum Vormonat April (0,76 K) größer als bei UAH, die Temperaturen stürzen nach dem Höhepunkt im Februar 2016 regelrecht ab…:

Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre (TLT) von RSS zeigen trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 weiterhin keine Erwärmung von Ende 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.3/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.3/trend
Der Plot zeigt die Entwicklung der globalen Temperaturabweichungen (rote Linie) der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) von RSS Dezember 1978  bis einschließlich Mai 2016 mit einem geringen nicht signifikanten Anstieg des linearen Trends (blaue Linie) von Dezember 1997 bis Mai 2016. Trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur in einem Februar 2016 seit Beginn der Satellitenmessungen im Dezember 1978 gibt es keine Erwärmung (hiatus) von Dezember 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2016.4/plot/rss/from:1997.9/to:2016.1/trend/plot/rss/from:1997.9/to:2016.4/trend

Der lineare Trend bei den RSS-Daten geht von Februar bis Mai 2016 kräftig nach unten, eine Fortsetzung bis mindestens in das Jahr 2017 ist sehr wahrscheinlich…:

Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) von RSS zeigen trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur Februar 2016 seit Beginn der 1997 bis einschließlich Februar 2016. (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle:
Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) von RSS zeigen nach dem kräftigen El Niño-Ereignis seit NH-Sommer 2015 und Rekordtemperatur im Februar 2016 seitdem bis einschließlich Mai 2016 steil nach unten. (grüne Linie). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/from:2016.05/to:2016.4/plot/rss/from:2016.05/to:2016.4/trend

Das sah im Vergleichszeitraum Februar bis Mai im Super El Niño-Jahr 1998 völlig anders aus, dort war der lineare Trend sogar noch leicht positiv:

Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) von RSS zeigen am Ende eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 1997 von Februar bis Mai 1998 eine nleichten postiven linearen Trend (grüne Flatline des linearen Trends). Quelle:
Die globalen Temperaturabweichungen der unteren Troposphäre mit Schwerpunkt um 1500 m Höhe (TLT) von RSS zeigen am Ende eines kräftigen El Niño-Ereignisses seit NH-Sommer 1997 von Februar bis Mai 1998 einen leichten positiven linearen Trend (grüne Linie). Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/from:1998.05/to:1998.4/plot/rss/from:1998.05/to:1998.4/trend

Mit der deutlichen Verkürzung der Erwärmungs“pause“ im Februar 2016 ist eingetreten, worauf ich bereits seit Juni 2015 hinweise:

„…Die weitere ENSO-Entwicklung könnte aber auch zu einem Stillstand oder sogar zur vorübergehenden Verkürzung der Erwärmungs”Pause” führen, was sich allerdings schon 2016/2017 wieder ändern dürfte: Globale Abkühlung: La Niña 2016 in Sicht?…“

Dennoch gibt es auch aktuell seit mehr als 18 Jahren weiterhin keine signifikante globale Erwärmung mehr, die seit ihrem Ausbleiben auch gerne verschleiernd “Klimawandel” genannt oder gar öffentlich von führenden deutschen IPCC-Autoren geleugnet wird: DMG: Der Erwärmungstrend ist ungebrochen! Hat Schwachsinn einen neuen Namen…?

Der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ von 225 Monaten im Oktober 2015 wurde im November 2015 erneut eingestellt, hat sich im Dezember 2016 nur um einen Monat auf 224 Monate verkürzt und war im Januar 2016 noch unverändert geblieben.

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS. Seit 224 Monaten, nämlich von Juni 1997 bis Januar 2016, gibt es trotz eines aktuellen kräftigen El Niño-Ereignisses keinen Anstieg der globalen Temperaturen, der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs"Pause" von November 2015 wurde nur um einen Monat verkürzt. "Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset shows no global warming for 18 years 8 months since May 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause." Quelle:
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS. Seit 224 Monaten, nämlich von Juni 1997 bis Januar 2016, gibt es trotz eines aktuellen kräftigen El Niño-Ereignisses keinen Anstieg der globalen Temperaturen, der Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ von November 2015 wurde im Dezember 2015 nur um einen Monat verkürzt.  Quelle:  The Pause hangs on by its fingernails

Von 1998 bis Mitte 2015 war der lineare Trend der globalen Temperaturen mit Schwerpunkt um 1500 m (TLT) sowohl von UAH 6.0 als auch von RSS negativ:

Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.6 und RSS ist von 1998 bis 2015 negativ.

Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.0 und RSS ist von 1998 bis Mitte 2015 negativ. Quelle: https://notalotofpeopleknowthat.wordpress.com/2015/04/28/uah-release-version-6-0-confirms-cooling-trend-since-1998/

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturen von CFSv2 zeigt den Mai 2016 global mit einer Abweichung von 0,41 K noch knapp  auf Rang 1 mit einem deutlichen Rückgang zu den drei Vormonaten (0,56, 0,63 und 0,70 K).

Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) im Mai 2016: Mit einer Rekord-Abweichung von 0,41 (Vormonat 0,57 K) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 gehen die globalen Temperaturen zwar weiter deutlich zurück, aber auch der März 2016 liegt noch auf Rang 1 von 38 Jahren hinter 2002 mit 0,48 K (Image MouseOver Tool). Bei der Betrachtung der Grafik ist zu beachten, dass beide Pole in der rechteckigen Darstellung der Erdkugel im Verhältnis zu den äquatornahen Gebieten weit größer erscheinen, als sie tatsächlich sind…Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php
Die Analyse der globalen 2m-Temperaturabweichungen (TA) im Mai 2016: Mit einer Rekord-Abweichung von 0,41 (Vormonat 0,57 K) zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 gehen die globalen Temperaturen mit -0,16 K zum Vormonat zwar weiter deutlich zurück, aber auch der Mai 2016 liegt noch knapp auf Rang 1 von 38 Jahren hinter 2002 mit 0,35 K (Image MouseOver Tool). Bei der Betrachtung der Grafik ist zu beachten, dass beide Pole in der rechteckigen Darstellung der Erdkugel im Verhältnis zu den äquatornahen Gebieten weit größer erscheinen, als sie tatsächlich sind…Quelle: http://models.weatherbell.com/temperature.php

Ist damit bereits seit März 2016 der anhaltende zeitversetzte Rückgang der globalen Temperaturen nach dem kräftigen El Niño-Ereignis seit Sommer 2015 mit seinem Höhepunkt Ende Oktober/Anfang November 2015 eingeleitet? Wie “warm” wird das Jahr 2016? NOAA/CFSv2 korrigiert ENSO-Prognose stark nach unten!

ENSO (El Niño/La Niña)

ONIDer (Dreimonats-) ONI im Mai 2016  (MAM) beträgt 1,1 K zum Klimamittel 1981 – 2010, Vormonate (nach NOAA-Korrekturen) 1.5 , 1.9 und 2.2; seit SON 2014 gibt es zeitweise schwache El Niño-Bedingungen. Ein El Niño-Ereignis gibt es ab FMA 2015, das mit 1,5 ab JAS kräftig ist, nach umstrittener NOAA-Korrektur gibt es aber kein El Niño-Ereignis 2014 mehr.

Monthly Niño-3.4 index: Der monatliche Wert für Mai 2016 als neuester Anteil des Dreimonats-ONI beträgt 0,64 K zum Klimamittel 1981-2010, Vormonate (nach NOAA-Korrekturen) 1.11, 1.50, 2.01, 2.23 nach NOAA-Korrektur

Die SST im maßgeblichen Niño-Gebiet 3.4 sind im Mai 2016 um -0,8 K gegenüber dem Vormonat April von 1,1 auf 0,3 K regelrecht abgestürzt:

Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen liegen im Mai 2016 mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016...Quelle:
Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. Die Abweichungen liegen im Mai 2016 mit 0,3 K unterhalb des El Niño-Wertes von mindestens 0,5 K. Auffällig ist der deutliche Unterschied zu den wiederholt verfälschten (gekarlten) Werten von NOAA von 0,64(!) K für den Monat Mai 2016…Quelle: May 2016 Sea Surface Temperature (SST) Anomaly Update

In der Woche bis zum 1. Juni 2016 sind die SSTA im Niño-Gebiet 3.4 sogar auf -0,2 K abgestürzt.

Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. in der Woche bis zum 1.6.2016. Die Abweichungen sind mit -0,2 K geradezu abgestürzt. Quelle: wie vor
Der Plot zeigt den Verlauf der Abweichungen der Meeresoberflächentemperaturen (SSTA) im Niño-Gebiet 3.4. In der Woche bis zum 1.6.2016 sind die Abweichungen sind bis auf -0,2 K geradezu abgestürzt. Quelle: wie vor

SOI: Der Index für die  Differenz des Bodenluftdrucks zwischen Darwin (Australien) und Tahiti (Insel im äquatorialen Pazifik) beträgt im Mai 2016 +2,83 (Vormonat -19,07) als laufendes 30-Tagesmittel, also nach einem Rückfall im April 2016 in den kräftigen El NiñoBereich unterhalb von -7,0 nun im positiv/neutralen Bereich. http://www.bom.gov.au/climate/enso/#tabs=SOI

Der Southern Oscillation Index gilt als ca. zweimonatiger Vorlaufwert für die Entwicklung der östlichen Passatwinde (tradewinds)  im äquatorialen Pazifik und damit für die weitere ENSO-Entwicklung.

SOI-Grafik mit einem kräftigen Anstieg von -19,06 im April auf +2,83 im Mai 2016, also in den neutral/positiven Bereich . La Niña (oberhalb von +0,7) ist nicht mehr aufzuhalten! Quelle: wie vor
SOI-Grafik mit einem kräftigen Anstieg von -19,06 im April auf +2,83 im Mai 2016, also in den neutral/positiven Bereich . La Niña (oberhalb von +0,7) ist nicht mehr aufzuhalten! Quelle: wie vor
Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM für die letzten beiden Jahre mit Stand Anfang Juni 2016 mit +2,8 im neutral/positiven. La Niña (oberhalb von 7,0) ist nicht mehr aufzuhalten. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/
Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM für die letzten beiden Jahre mit Stand Anfang Juni 2016 mit +2,8 im neutral/positiven. La Niña (oberhalb von 7,0) ist nicht mehr aufzuhalten. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/

Zu den kräftigen Schwankungen des SOI schreibt BOM: „…However, fluctuations of the SOI during Australia’s northern wet season (October-April) are not unusual as the passage of tropical systems near Darwin and Tahiti affects atmospheric pressure…“ Die aktuellen Tageswerte findet man hier: https://www.longpaddock.qld.gov.au/seasonalclimateoutlook/southernoscillationindex/30daysoivalues/, sie entwickeln sich Anfang Mai 2016 in den positiven (La Niña-) Bereich…

MEI (Multivariate ENSO Index) insgesamt auf Rang 3, im Mär5 2016 nur noch auf Rang 4, also nix mit Super/Hyper/Monster El Niño 2015/16…

MEI von 1950 bis MEI 2016 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Die Grafik zeigt 2015/16 den insgesamt dritthöchsten Wert nach 1982/1983 und 1997/1998, die MEI-Werte fallen nach einem "Peak" im August/September 2015 nun deutlich ab, es ist wie erwartet kein zweiter "Peak" wie 1998 aufgetreten. Quelle: wie vor
MEI von 1950 bis Mai 2016 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Die Grafik zeigt 2015/16 den insgesamt dritthöchsten Wert nach 1982/1983 und 1997/1998, die MEI-Werte fallen nach einem „Peak“ im August/September 2015 nun deutlich ab, es ist im Jahr 2016 – wie erwartet – kein zweiter „Peak“ wie 1998 aufgetreten. Quelle: wie vor

 

Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem März/April-2016-Wert von +1,7 um o,37 kräftig gefallen (Vormonate 2,07+2,07 . Er liegt noch immer im kräftigen El Niño-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Niño-Jahr 1997/1998 und davor 1982/83 aufgetreten ist. Der aktuelle MEI-Wert liegt weiter nur noch auf Rang 4 knapp hinter 1991/92, ein zweiter "Peak" wie 1998 oder 1983 ist nicht mehr in Sicht. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem April/Mai-2016-Wert auf +1,7 um o,37 kräftig gefallen (Vormonate März/April +2,07). Er liegt aber noch immer im kräftigen El Niño-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Niño-Jahr 1997/1998 und davor 1982/83 aufgetreten ist. Der aktuelle MEI-Wert liegt nun abgesetzt nur noch auf Rang 4 in der Vergleichsgrafik (MEI values Rang 6 here) deutlich hinter 1991/92, ein zweiter „Peak“ wie 1998 oder 1983 ist – wie erwartet – im Jahr 2016 nicht aufgetreten. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Originaltext-Auszug zur vergleichenden Grafik (Hervorhebungen von mir):

„In the context of strong El Niño conditions since March-April 2015, this section features a comparison figure with the classic set of strong El Niño events during the MEI period of record.

Compared to last month, the updated (April-May) MEI has dropped to +1.70 (down by 0.37 since last month), still a Top-6 ranking. The preceding nine-month run in the Top-3 from May-June 2015 through January-February 2016 is tied with 1982-83 for its duration, while 1997-98 kept this level going for a full 12 months. No other El Niño since 1950 even exceeded three months at that level. The August-September 2015 MEI of +2.53 represents the peak of the 2015-16 event, and was exceeded only during the 1982-83 and 1997-98 events. The overall evolution of the 2015-16 El Niño has been most similar to 1997-98, as monitored by the MEI.

Looking at the nearest 6 rankings (+3/-3) in this season gives us three El Niño cases that kept going into the following boreal fall and winter (’87,’97, and ’15), and three that barely eased into a neutral state (’92,’93, and ’14). On the other hand, the higher-ranked 1998 case transitioned into La Niña before the end of that year. I still believe that one should not discount the possibility of an ENSO-neutral outcome, while the next couple of months should still see at least weak El Niño conditions.

Positive SST anomalies cover much of the off-equatorial tropical Pacific, but cold anomalies are present right along the Equator east of 150W, as seen in the latest weekly SST map. This remains one of the more clear-cut cases where the bimonthly assessment in the MEI sense cannot keep up with the faster changes underway now (if they are to continue)…

 

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation): +2,35, Vormonat +2,62, Vorjahr +1,20. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation): 0,359, Vormonat +0,191 Vorjahr +0,059. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

 

MEEREISFLÄCHEN (Extent)

HINWEIS: Die globalen Meereis-Messungen stehen seit April 2016 unter dem Vorbehalt des Ausfalls von Messgeräten auf einem Satelliten und Verwendung anderer Messgeräte auf einem anderen Satelliten, was die Vergleichbarkeit erschwert. Meereismessungen schwer gestört: Rekorde an beiden Polen

Dazu aktuell von NOAA: Notice: Sea Ice Index Processing Resumed. Read More…

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

    Seaice-Extent der Antarktis (Südpol) mit andauerndem kräftigem linearen Anstieg der Meereisflächen im Mai 2016 seit Beginn der Messungen 1979, aber mit ungewöhnlich kräftigem Rückgang  gegenüber dem Rekordjahr 2015. Quelle: wie vor
Seaice-Extent der Antarktis (Südpol) mit andauerndem kräftigem linearen Anstieg der Meereisflächen im Mai 2016 seit Beginn der Messungen 1979, aber mit ungewöhnlich kräftigem Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2015. Quelle: wie vor

Arktis (Nordpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

Die Abweichungen des Seaice-Extent (mindestens 15% Eisanteil) der Arktis (Nordpol) im Mai 2016 mit negativem linearen Trend seit Beginn der Messungen 1979 und neuem Tiefststand seit 1979. Quelle: wie vor. Die Messungen stehen unter dem Vorbehalt des Ausfalls von Messgeräten und Verwendung anderer Messgeräte, was die Vergleichbarkeit erschwert.
Die Abweichungen des Seaice-Extent (mindestens 15% Eisanteil) der Arktis (Nordpol) im Mai 2016 mit negativem linearen Trend seit Beginn der Messungen 1979 und neuem Tiefststand seit 1979. Quelle: wie vor.

 

Artisches MeereisVOLUMEN:

Das arktische Meereisvolumen liegt  Ende Mai 2016 mit rund 8000 Kubikilometern (km³) knapp  unter den bisherigen Tiefststämnden 2011 und 2012. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas
Das arktische Meereisvolumen (untere rote Linie links) liegt Ende Mai 2016 mit rund 8000 Kubikkilometern (km³) knapp unter den bisherigen Tiefstständen 2011 und 2012. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas

HINWEIS: Die globalen Meereis-Messungen stehen seit April 2016 unter dem Vorbehalt des Ausfalls von Messgeräten auf einem Satelliten und Verwendung anderer Messgeräte auf einem anderen Satelliten, was die Vergleichbarkeit erschwert. Meereismessungen schwer gestört: Rekorde an beiden Polen

Dazu aktuell von NOAA: Notice: Sea Ice Index Processing Resumed. Read More…

Siehe auch: Die Eiskappen an beiden Polen wachsen und Wende beim Meereis in der Arktis ? Volumenzuwachs von 3000 km³ in zwei Jahren !

Global: Seit knapp 15 Jahren Schmelzpause bei den Meereisflächen (extent)

„Pause“ bei den globalen Meereisflächen (extent) von Juli 2000 bis April 2015 (178 Monate, also fast 15 Jahre). Quelle: On the Pause in Global Sea Ice Anomalies

Besonderheit: Das für viele sicher überraschende Netto-Wachstum des Grönlandeises seit 2014 setzt sich auch im Mai 2016 mit einem Brutto-Wachstum von knapp 600 km³ (600 Gigatonnen/600 Milliarden Kubikmeter) seit dem 1.9.2015, also in nur neun Monaten, fort:

Die akkumulierte Massebilanz des Grönlandeisschildes zeigt seit dem 1.9.2015 bis Ende Mai 2016 einen überdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Linie/Durchschnitt) um rund 550 Gigatonnen (550 Milliarden Tonnen oder 550 km³). Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean/Durchschnitt – dunkelgraue Linie). “Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.” Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
Die akkumulierte Massebilanz des Grönlandeisschildes zeigt seit dem 1.9.2015 bis Ende Mai 2016 einen überdurchschnittlichen Eiszuwachs (untere Grafik, blaue Linie über der dunkelgrauen Linie/Durchschnitt) um knapp 600 Gigatonnen (600 Milliarden Tonnen oder 600 km³). Die graue Fläche ist der Bereich einer Standardabweichung vom rechnerischen Tagesmittel (Mean/Durchschnitt – dunkelgraue Linie).
“Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.” Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Zum Brutto-Eisverlust durch „Kalben“schreibt  das DMI: “…Satellite observations over the last decade show that the ice sheet is not in balance. The calving loss is greater than the gain from surface mass balance, and Greenland is losing mass at about 200 Gt/yr.” Quelle: wie vor

Für die Saison 2014/2015 bedeutete das bei einer positiven Massebilanz des Grönlandeises von rund 220 Gigatonnen und einem durchschnittlichen Eisverlust durch “Kalben” von rund 200 Gigatonnen (erstmals seit vielen Jahren?) einen NETTOGEWINN von 20 Gigatonnen oder 20 Kubikkilometern (1 GT entspricht einem 1 km³ oder 1 Milliarde m³).

Die Saison 2015/2016 geht mit einem überdurchschnittlichen Masse-Vorschuss in die Schmelzsaison Juni/Juli 2016, was bei durchschnittlicher Schmelze (dunkelgraue Linie in der unteren Grafik) – und angenommenem Verlust durch Kalben von 200 km³ – zu einem Nettozuwachs von bis zu 100 km³ (100 Gigatonnen/100 Milliarden m³) führen kann.

Siehe dazu auch aktuell: Study: Greenland ice sheet moving slower now than in the last 9000 years

Es bleibt also vorerst trotz erneuter Rekordwerte auch im April des Jahres 2016 – und damit im 19. Jahr ohne signifikante lineare globale Erwärmung  – weiter die Frage: wobleibtdieglobaleerwaermung?

Trotz dieser unverfälschten Tatsachen gibt es immer noch Menschen, die öffentlich die globale Erwärmungs“pause“ von 1997 bis Anfang 2016 leugnen… Klimawandel: Der Trend geht klar nach unten – Globale Temperaturen seit 1998 im Abwärtstrend …oder mit durchsichtigen Datenfälschungen wegrechnen wollen: NOAA-Studie verfälscht Daten: Die globale Erwärmungs”Pause” einfach weggerechnet…

Herzlich euer

Schneefan2015

 

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2 Gedanken zu “Die globale Abkühlung verstärkt sich – „Global Warming“ Reality Check Mai 2016

  1. Arktis: http://nsidc.org/data/seaice_index/ – mit leichtem linearen Rückgang seit Beginn der Messungen 1979, aber mit geringem Anstieg gegenüber dem Vorjahr und Stagnation seit 2006.

    Das ist die Grafik vom März. Im Mai gab es dagegen einen starken Rückgang im vergleich zum Vorjahr. Siehe hier:

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    1. Die Erfassung der globalen Meereisdaten ist seit April 2016 stark gestört und daher nicht brauchbar: http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/ “ Special Sensor Microwave Imager and Sounder (SSMIS) on the Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) F-17 satellite that provides passive microwave brightness temperatures (and derived Arctic and Antarctic sea ice products) has been providing spurious data since beginning of April. Working on resolving problem or replacing this data source.“
      Die schwer gestörte Messtechnik zeigt aktuell eine Rekordvereisung der Arktis: Quelle: http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/arctic.sea.ice.interactive.html

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