“Global Warming” Reality Check Oktober 2015 – Die globale Abkühlung seit 1998 dauert an: RSS 0,44

Negativer linearer Trend (grüne Linie) der globalen Satellitentemperaturen bei RSS von Januar 1998 bis Oktober 2015. Quelle:
Negativer linearer Trend (grüne Linie) der globalen Satellitentemperaturen bei RSS von Januar 1998 bis Oktober 2015 trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses. Quelle: http://www.woodfortrees.org/plot/rss/to:2015.8/plot/rss/from:1998/to:2015.8/trend

Der negative lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen (TLT) von RSS seit Januar 1998 setzt sich auch im Oktober 2015 mit einer T-Abweichung von 0,44 K fort, trotz eines kräftigen El Niño-Ereignisses und dem wärmsten Oktober bei den Satellitentemperaturen von UAH.

Seit Februar 1997 gibt es keine globale Erwärmung mehr! Neuer Rekord im Juli 2015: Mehr als die Hälfte der Dauer der Satellitenmessungen seit 1979 ohne globale Erwärmung!

Neuer Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“ im Oktober 2015:

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen : Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen. “Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset shows no global warming for 18 years 8 months since February 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.” Quelle:
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS  – Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen. “ Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset shows no global warming for 18 years 9 months since February 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.“ Quelle: The Pause  lengthens again – just in time for Paris

Die mäßige Sonnenaktivität hat im Oktober gegenüber September 2015 deutlich abgenommen, Ende Mai gab es sogar schon zwei fast fleckenlose Tage auf der erdzugewandten Seite der Sonne.

Der Oktober 2015 in Deutschland lag laut Pressemitteilung des DWD bei den 2m-Temperaturen mit einer Abweichung von -0,8°C unter der international üblichen modernen WMO-Vergleichsperiode 1981-2010.

Von einer signifikanten Klimaerwärmung ist auch im Herbst 2015  in den ersten beiden Monaten – nach einem mit -0,5°C ebenfalls unterkühlten September mit einer negativen Abweichung von bisher rund -0,7°C – nichts zu sehen, im Gegenteil…: Historischer Oktoberschnee 2015 bis ins Flachland – Dauert die Kältewelle in Europa an?  (Zum Vergrößern anklicken)

NOAA-Reanalyse der Abweichungen der 2m-Temperaturen vom internatonal üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in West- und Mitteleuropa im September/Oktober 2015. Die lila(blau-farbenen Beeiche weisen unterdurchscnittliche Temperaturen auch in Deutschland aus. Quelle:
NOAA-Reanalyse der durchschnittlichen Abweichungen der 2m-Temperaturen vom international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 in West- und Mitteleuropa im September/Oktober 2015. Die lila/blau-farbenen Bereiche weisen unterdurchschnittliche Temperaturen auch in Deutschland aus. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/

Bereits das erste Halbjahr 2015 war in Deutschland mit einer Abweichung von ca. 0,3 K insgesamt eher kühl, auch hier von Klimaerwärmung im Jahr 2015 trotz eines insgesamt durchschnittlichen Juli und eines warmen August keine Spur…: Kühles erstes Halbjahr 2015 in Deutschland – Geht es noch kühler weiter? Diese Frage vom 1.7.2015 kann zumindest ab September 2015 bisher mit „Ja“ beantwortet werden…

Besonderheit: Die Massebilanz des Grönlandeises zeigt in der Saison vom 1. September 2014 bis 31. August 2015 einen Zuwachs von rund 220 km³ (Kubikkilometer) oder 220 Milliarden m³ (Kubikmeter), wie in der Grafik des dänischen Wetterdienstes (Grönland gehört zu Dänemark) zu sehen ist. Davon bleiben auch nach Abzug des durchschnittlichen Eisverlustes durch „Kalben“ von rund 200 km³ noch rund 20 Kubikkilometer als NETTOGEWINN (erstmals seit vielen Jahren?) übrig (1 Gt -Gigatonne- entspricht einem 1 km³ oder 1 Milliarde m³):

Die Massebilanz der Grönlandeises vom 1. September 2014 bis 31. August mit einem Zuwachs von rund 230 km³ (Kubikkilometer) oder 230 Milliarden m² (Kubikmeter). Originaltext: Top: The total daily contribution to the surface mass balance from the entire ice sheet (blue line, Gt/day). Bottom: The accumulated surface mass balance from September 1st to now (blue line, Gt) and the season 2011-12 (red) which had very high summer melt in Greenland. For comparison, the mean curve from the period 1990-2013 is shown (dark grey). The same calendar day in each of the 24 years (in the period 1990-2013) will have its own value. These differences from year to year are illustrated by the light grey band. For each calendar day, however, the lowest and highest values of the 24 years have been left out.
Die Massebilanz des Grönlandeises vom 1. September 2014 bis 31. August 2015 mit einem vom DMI berechneten Zuwachs (in der unteren Grafik blaue Linie ganz rechts) von rund 220 km³ (Kubikkilometer) oder 220 Milliarden m² (Kubikmeter). Quelle: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Das für viele sicher überraschende Netto-Wachstum des Grönlandeises setzt sich auch im Oktober 2015 mit einem Brutto-Wachstum von rund 200 km³ (200 Milliarden Kubikmeter) seit dem 1.9.2015, also in nur gut zwei Monaten, fort:

Die Massebilanz (Brutto) des Grönlandeises ist vom 1, Septzember bis Anfang November 2015 um rund 200 km³ (Kubikkilometer) oder 200 Milliarden Kubikmeter gewachsen. (blaue Linie in der unteren Grafik). Quelle: wie vor
Die Massebilanz (Brutto) des Grönlandeises zeigt allein vom 1. September bis Anfang November 2015 ein Eiswachstum um rund 200 km³ (Kubikkilometer) oder 200 Milliarden Kubikmeter. (blaue Linie in der unteren Grafik). Die braune Linie in der unteren Grafik endet rechts am 31.8.2015 mit einem Brutto-Jahres-Zuwachs von rund 220 km³. Quelle: wie vor

Zum Brutto-Eisverlust durch „Kalben“schreibt  das DMI: “…Satellite observations over the last decade show that the ice sheet is not in balance. The calving loss is greater than the gain from surface mass balance, and Greenland is losing mass at about 200 Gt/yr.http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Für die Saison 2014/2015 bedeutet das bei einer positiven Massebilanz des Grönlandeises von rund 220 Gigatonnen und einem durchschnittlichen Eisverlust durch “Kalben” von rund 200 Gigatonnen (erstmals seit vielen Jahren?) einen NETTOGEWINN von 20 Gigatonnen oder 20 Kubikkilometern (1 GT entspricht einem 1 km³ oder 1 Milliarde m³).

Siehe dazu auch aktuell: Überraschende NASA-Studie: Der Eispanzer der Antarktis wächst! IPCC-Bericht 2013 ist falsch!

Die Schneeflächen der Nordhalbkugel (NH) weisen im Oktober 2015 mit 21,4 Millionen km² die viertgrößte Fläche seit Beginn der Messungen 1969 auf und liegen damit knapp 4 Millionen km² über dem international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010:

Die Schneeflächen der NH sind im Oktober 2015 rund vier Millionen km² (Quadratkilometer) gößer als im international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010. Quelle:
Die Schneeflächen der NH sind im Oktober 2015 knapp vier Millionen km² (Quadratkilometer) größer als im international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 und liegen damit auf Rang 4 seit Anfang der 1970er Jahre. Die Grafik lässt einen deutlichen Anstieg der Schneeflächen der NH im Monat Oktober um rund 9 Millionen km² seit Ende der 1980er Jahre erkennen. Quelle: http://climate.rutgers.edu/snowcover/index.php

Unter dem Titel “Global Warming” Reality Check (GWRC) stelle ich monatlich die aktuellen Daten für Sonne, Temperaturen, ENSO, PDO, AMO und Meereisflächen vor. Dabei kommt es je nach Anbieter zu Verzögerungen bis zu einem Monat (z.B. MetOffice/CRU/Hadley Center). Die Daten werden hier nachgetragen, wenn sie veröffentlicht sind, bis dahin bleiben die Werte/Plots des Vormonats zur besseren Übersicht stehen.

Globale Zusammenfassung Oktober 2015 (Kurzform):

Sonne

SN Ri: 61,7 neu (Vormonat 78,1 neu, Vorjahr 90,0 neu).

SSN Ri April 2015 = 78,9 neu (Vormonat = 82,2 neu, Vorjahr = 116,4 neu = Solar Max.). Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Globale Temperaturen

UAH/TLT: 0,43 K (Vormonat 0,25, Vorjahr 0,26) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 1 (vor 1998 mit  0,40) von 37. UAH V6.0 Global Temperature Update for October 2015: +0.43 deg. C

RSS/TLT: 0,44 K (Vormonat 0,38, Vorjahr 0,27) Abweichung zum Klimamittel 1979 – 1998, Rang 2 von 37. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/RSS_Monthly_MSU_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_3.txt

Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis August 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Januar 1998 bis Oktober 2015. Quelle:
Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis Oktober 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Januar 1998 bis Oktober 2015. Quelle: http://www.woodfortrees.org/plot/rss/to:2015.8/plot/rss/from:1998/to:2015.8/trend/plot/rss/from:1997.1/to:2015.8/trend

NOAA/NCEP/CFSv2: 0,495  global TA 2m – http://models.weatherbell.com/temperature.php Rang 1 von 37 Image MouseOver Tool

ENSO (El Niño/La Niña)

ONI: August/September/Oktober (A/S/O) 1,7 zum Klimamittel 1981 – 2010, Vormonate J/A/S 1,5, seit SON 2014 gibt es zeitweise schwache El NiñoBedingungen. Ein El Niño-Ereignis ab F/M/A 2015, das mit 1,5 ab J/A/S kräftig ist, aber nach NOAA-Korrektur kein El Niño-Ereignis 2014.

Monthly Niño-3.4 index:  2,03 K zum Klimamittel 1981-2010, Monate August und September 1,51 und 1,75 nach NOAA-Korrektur

SOI:  -21,3 (Vormonat -16,7) als laufendes 30-Tagesmittel, also weiter klar im El Niño-Bereich unterhalb von -7,0. https://www.longpaddock.qld.gov.au/seasonalclimateoutlook/southernoscillationindex/index.php

MEI (Multivariate ENSO Index): +2,23 (Doppelwert September/Oktober) im starken El Niño-Bereich (Doppelwert August/September +2,53)

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation): +1,94, Vormonat +1,56, Vorjahr 1,08. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation): +0,342 , Vormonat +0,319, Vorjahr: +0,310. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/correlation/amon.us.long.data

MEEREISFLÄCHEN (Extent)

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/  mit andauerndem linearem Anstieg der Meereisflächen im Oktober seit Beginn der Messungen 1979, aber mit Rückgang gegenüber den beiden (Rekord-) Jahren 2014 und 2013.

Arktis: http://nsidc.org/data/seaice_index/ – mit Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber nur sechstniedrigster Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen 1979.

Meereisvolumen: Rund 2000 km³ Zuwachs gegenüber 2012 im Oktober wie schon zuvor auch im Juli, August und September 2015. https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas

MONATSBERICHT OKTOBER 2015: (ausführlich)

SONNE

Ab 1.7.2015 neue Zählweise auch der alten Sonnenflecken: SIDC/SILSO: Die 400jährige Reihe der Sonnenfleckenzahlen wird völlig überarbeitet. (Der Umrechnungsfaktor von neu zu alt beträgt etwa 0,7) http://sidc.oma.be/silso/datafiles

Mäßige und gegenüber dem Vormonat September deutlich abnehmende Aktivität mit einer monatlich durchschnittlichen internationalen Sonnenfleckenrelativzahl ( SN Ri) von 61,7 neu (Vormonat 78,1 neu, Vorjahr 90,0 neu, SSN Ri April 2015 = 78,9 neu (Vormonat = 82,2 neu, Vorjahr = 116,4 neu = Solar Max.).

SSN–Maximum des SC 24 im April 2014 mit 116,4 neu, SSN–Minimum und Beginn des SC 24 im Dezember 2008 mit SSN 2,2 neu (1,7 alt).

Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) ab 1.7.2015 NEUE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Oktober 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) ab 1.7.2015 NEUE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Oktober 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Zum Vergleich dieselbe Grafik bis Mai 2015 mit der alten Zählweise der Sonnenflecken:

Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics
Monatliche und über 13 Monate gemittelte (smoothed) bis 30.6.2015 ALTE internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 bis 24 bis einschließlich Mai 2015. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/ssngraphics

Besonderheit: Sonne im Mai 2015 mit zwei fast fleckenlosen Tagen – Weltklimakonferenzen auf der falschen Fährte?

GLOBALE TEMPERATUREN

UAH:  0,43 K (Vormonat 0,25, Vorjahr 0,26) Abweichung zum Klimamittel 1981 – 2010, Rang 1 (vor 1998 mit  0,40) von 37. UAH V6.0 Global Temperature Update for October 2015: +0.43 deg. C

The Version 6.0 global average lower tropospheric temperature (LT) anomaly for October, 2015 is +0.43 deg. C, up from the September, 2015 value of +0.25 deg. C (click for full size version). Quelle:
The Version 6.0 global average lower tropospheric temperature (LT) anomaly for October, 2015 is +0.43 deg. C, up from the September, 2015 value of +0.25 deg. C (click for full size version). Quelle: wie vor

RSS: 0,44K (Vormonat 0,38, Vorjahr 0,27) Abweichung zum Klimamittel 1979-1998, Rang 2 von 37. http://data.remss.com/msu/monthly_time_series/

Mit diesen geringen negativen (RSS) und positiven Abweichungen (UAH) im Oktober 2015 gegenüber dem bisherigen globalen El-Niño-Rekordjahr 1998 sollte jedem Menschen mit gesundem meteorologischem Verstand klar sein, was ich bereits im Oktober schrieb: 2015 wird kein global warmes Rekordjahr bei den Satellitentemperaturen!

Seit 18 Jahren und 9 Monaten gibt es weiterhin keine globale Erwärmung mehr, die seit ihrem Ausbleiben auch gerne verschleiernd “Klimawandel” genannt oder gar öffentlich von führenden deutschen IPCC-Autoren geleugnet wird: DMG: Der Erwärmungstrend ist ungebrochen! Hat Schwachsinn einen neuen Namen…?

Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis August 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Januar 1998 bis Oktober 2015. Quelle:
Trend der globalen Satellitenmessungen (TLT) von RSS: Erwärmungs”Pause” (grüne Linie) von Anfang 1997 bis August 2015, negativer Trend (blaue Linie) von Januar 1998 bis Oktober 2015. Quelle: http://www.woodfortrees.org/graph/rss/to:2015.8/plot/rss/from:1998/to:2015.8/trend/plot/rss/from:1997.1/to:2015.8/trend

Neuer Rekord im Juli 2015: Mehr als die Hälfte der Dauer der Satellitenmessungen seit 1979 ohne globale Erwärmung!

Die globale Erwärmungs“Pause“ hat sich im Oktober 2015 um einen Monat verlängert und damit einen neuen „Pausen-Rekord“ aufgestellt, obwohl die seit Herbst 2014 gemessenen positiven ENSO-Bedingungen (El Niño) wie erwartet um etwa 4 – 6 Monate zeitversetzt nun auch positiv auf die globalen Temperaturen von RSS und UAH in der Troposphäre wirken.

Neuer Rekord der Länge der globalen Erwärmungs“Pause“:

Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen : Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen. “Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset shows no global warming for 18 years 8 months since February 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.” Quelle:
Linearer Trend der Abweichungen der globalen Satellitentemperaturen von RSS  – Neuer Rekord: Seit 225 Monaten, nämlich von Februar 1997 bis Oktober 2015, gibt es keinen Anstieg der globalen Temperaturen. “ Figure 1. The least-squares linear-regression trend on the RSS satellite monthly global mean surface temperature anomaly dataset shows no global warming for 18 years 9 months since February 1997, though one-third of all anthropogenic forcings have occurred during the period of the Pause.“ Quelle: The Pause lengthens again – just in time for Paris

Die weitere ENSO-Entwicklung könnte aber auch zu einem weiteren Stillstand oder sogar zur vorübergehenden Verkürzung der Erwärmungs“Pause“ führen, was sich allerdings schon 2016/2017 wieder ändern dürfte: Globale Abkühlung: La Niña 2016 in Sicht?

Seit 1998 ist der lineare Trend der globalen Temperaturen (TLT) sowohl von UAH 6.0 als auch von RSS negativ:

Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.6 und RSS ist von 1998 bis 2015 negativ.
Der lineare Trend der globalen Satellitentemperaturen von UAH 6.0 und RSS ist von 1998 bis 2015 negativ. Quelle: https://notalotofpeopleknowthat.wordpress.com/2015/04/28/uah-release-version-6-0-confirms-cooling-trend-since-1998/
Die Abweichung der globalen Durchschnittstemperatur (2m) im August 2015 beträgt 0,27 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 (Rang 3/4 (zusammen mit 2005) von 37 Jahren, Vormonat 0,27). Quelle: wie oben
Die Abweichung der globalen Durchschnittstemperatur (2m) im Oktober 2015 beträgt 0,495 K zum international üblichen modernen WMO-Klimamittel 1981-2010 (Rang 1 von 37 Jahren, Vormonat 0,303, Rang 2 = 1998 mit 0,422. Quelle: http://models.weatherbell.com/climate/cfsr_monthly.php

ENSO (El Niño/La Niña)

ONI: Der (Dreimonats-) ONI Oktober (ASO) 2015 beträgt 1,7 (Vormonat 1,5) zum Klimamittel 1981 – 2010 und befindet sich seit SON 2014 zeitweise in schwachen El NiñoBedingungen, zeigt aber erst mit dem August-Wert wie erwartet ein El NiñoEreignis im Jahr 2015, das erst seit den 1,5 ab JAS auch kräftig ist, nach NOAA-Korrektur aber kein El Niño-Ereignis im Jahr 2014.

Monthly Niño-3.4 index: Der monatliche Wert für Oktober 2015 als neuester Anteil des Dreimonats-ONI beträgt 2,03 K zum Klimamittel 1981-2010, Monate August und September nach NOAA-Korrektur 1,51 und 1,75.

SOI: Der Index für die  Differenz des Bodenluftdrucks zwischen Darwin (Australien) und Tahiti (Insel im äquatorialen Pazifik) beträgt im Oktober 2015 -21,3 (Vormonat -16,7) als laufendes 30-Tagesmittel, also weiter klar im El Niño-Bereich unterhalb von -7,0. http://www.bom.gov.au/climate/enso/#tabs=SOI

Der Southern Oscillation Index gilt als ca. zweimonatiger Vorlaufwert für die Entwicklung der östlichen Passatwinde (tradewinds)  im äquatorialen Pazifik  und damit für die weitere ENSO-Entwicklung.

SOI-Grafik bis Oktober 2015 mit einem negativen (El Nino-) Monatswert von -21,30 und einer erneuten Vertiefung gegenüber dem Vormonat September mit -16,7. Quelle: https://www.longpaddock.qld.gov.au/seasonalclimateoutlook/southernoscillationindex/soigraph/index.php
SOI-Grafik bis Oktober 2015 mit einem negativen (El Nino-) Monatswert von -21,30 und einer erneuten Vertiefung gegenüber dem Vormonat September mit -16,7. Ist der SOI-Monatstiefpunkt damit erreicht…? Quelle: https://www.longpaddock.qld.gov.au/seasonalclimateoutlook/southernoscillationindex/soigraph/index.php
Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM mit steilem Abfall im Juni 2015 nach einem (dem?) Tiefpunkt Mitte August und nun wieder Anfang Oktober. Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/
Laufender 30-Tage-SOI der australischen Wetterbehörde BOM Ende Oktober 2015 mit steilem Abfall im Juni 2015 nach einem Tiefpunkt Mitte August und einem weiteren Anfang Oktober. Ist der Tiefpunkt beim SOI damit überschritten…? Quelle: http://www.bom.gov.au/climate/enso/

MEI (Multivariate ENSO Index)

MEI von 1950 bis Oktober 2015 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/
MEI von 1950 bis Oktober 2015 als positive (rote/El Nino ab ca. +0,5) und negative (blaue/La Nina ab ca. -0,5) ENSO-Phasen. Die Grafik zeigt 2015 den bisher dritthöchsten Wert nach 1982/1983 und 1997/1998. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem September/Oktober-2015-Wert von +2,23 (Vormonatswert +2,53) um 0,3 gefallen, liegt aber weiter im starken El Nino-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 aufgetreten ist. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/
Der gekoppelte Atmosphäre/Ozean-Index “MEI” ist mit einem September/Oktober-2015-Wert von +2,23 (Vormonatswert +2,53) um 0,3 gefallen, liegt aber weiter im starken El Nino-Bereich, wie er zuletzt vor 18 Jahren im Super-El Nino-Jahr 1997/1998 aufgetreten ist. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/

Originaltext zur vergleichenden Grafik:

„In the context of strong El Niño conditions since March-April 2015, this section features a comparison figure with the classic set of strong El Niño events during the MEI period of record.

Compared to last month, the updated (September-October) MEI has dropped by 0.30 standard deviations to +2.23, but has continued at the 2nd highest ranking for four months running, surpassed only in 1997 at this time of year. Last month’s peak value of +2.53 remains the third highest overall at any time of year since 1950. It is perhaps of interest that the 1997 El Niño went through a similar weakening of conditions as monitored by the MEI, in fact, it dropped by 0.63 standard deviations from September to October, only to rebound by almost 0.4 standard deviations in early 1998.

Looking at the nearest 6 rankings (+1/-5) in this season gives us the usual ‚analogues‘ already identified last month: 1965, 1972, 1982, and 1997, plus 1987 and 1994 which were already declining by then. Both 1965 and 1972 managed to rise just 0.1 or 0.2 sigma after October, essentially flatlining into the winter, while 1997 had that aforementioned rebound in early 1998, and the 1982-83 event gained an astonishing 1.0 standard deviations by February-March 1983. In other words, history is not really giving us a clear indication of what to expect next. Given the strength of the current event, it is quite likely that the next four months will remain in the top 10% rankings for the MEI…“

PDO (Pazifische Dekaden-Oszillation) +1,94, Vormonat +1,58, Vorjahr 1,08. Quelle: http://research.jisao.washington.edu/pdo/PDO.latest

AMO (Atlantische Multidekaden-Oszillation+0,342 , Vormonat +0,319, Vorjahr: +0,310. Quelle: http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/correlation/amon.us.long.data

MEEREISFLÄCHEN (Extent)

Antarktis (Südpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

Stetig steigender linearer Trend der antarktischen Meereisflächen (extent) im September seit Beginn der Messungen 1979 trotz eines Rückgangs gegenüber den beiden (Rekord-) Jahren 2014 und 2013. Quelle: wie oben
Stetig steigender linearer Trend der antarktischen Meereisflächen (extent) im September seit Beginn der Messungen 1979 trotz eines Rückgangs gegenüber den beiden (Rekord-) Jahren 2014 und 2013. Quelle: wie oben

Arktis (Nordpol) http://nsidc.org/data/seaice_index/

Linearer Trend der arktischen Meereisflächen (extent) im September 2015. Von Oktober 2006 bis Oktober 2015 gibt es einen Anstieg der arktischen Meereisflächen. Quelle:
Negativer linearer Trend der arktischen Meereisflächen (extent) im Oktober 2015 seit Beginn der Messungen 1979. Von Oktober 2006 bis Oktober 2015 gibt es einen Anstieg der arktischen Meereisflächen. Quelle: wie oben

Das arktisches Meereisvolumen ist Ende Oktober 2015 gegenüber dem bisherigen Tiefpunkt 2012 zum selben Zeitraum um rund 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen und hat damit in etwa denselben Wert aus den Vormonaten Juli, August und September 2015 gehalten:

Das arktische Meereisvolumen ist Ende Oktober 2015 (hellrote Linie) gegenüber 2012 zu gleicher Zeit um etwa 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas
Das arktische Meereisvolumen ist Ende Oktober 2015 (hellrote Linie) gegenüber 2012 zu gleicher Zeit um etwa 2000 km³ (zwei Billionen m³) gewachsen. Quelle: https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/piomas

Siehe auch: Die Eiskappen an beiden Polen wachsen und Wende beim Meereis in der Arktis ? Volumenzuwachs von 3000 km³ in zwei Jahren !

Global: Seit knapp 15 Jahren Schmelzpause bei den Meereisflächen (extent)

„Pause“ bei den globalen Meereisflächen (extent) von Juli 2000 bis April 2015 (178 Monate, also fast 15 Jahre). Quelle: On the Pause in Global Sea Ice Anomalies

Es bleibt also vorerst auch im Oktober des Jahres 2015 – und damit im 19. Jahr ohne signifikante lineare globale Erwärmung  – weiter die Frage: wobleibtdieglobaleerwaermung?

Trotz dieser unverfälschten Tatsachen gibt es immer noch Menschen, die öffentlich die globale Erwärmungs“pause“ seit Anfang 1997 leugnen… Klimawandel: Der Trend geht klar nach unten – Globale Temperaturen seit 1998 im Abwärtstrend …oder mit durchsichtigen Datenfälschungen wegrechnen wollen: NOAA-Studie verfälscht Daten: Die globale Erwärmungs”Pause” einfach weggerechnet…

Herzlich euer

Schneefan2015

Blogstatistik Oktober 2015: 157.940 Aufrufe von 133.213 Besuchern aus 114 Ländern. „Renner“ des Monats mit 139.265 Aufrufen: Schockierende Wetterwarnung: Kältester Winter seit 50 Jahren soll monatelange heftige Schneefälle und Kälte nach Großbritannien bringen!

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3 Gedanken zu ““Global Warming” Reality Check Oktober 2015 – Die globale Abkühlung seit 1998 dauert an: RSS 0,44

  1. Klima ist etwas, was einen statistischen Zeitraum von 30 Jahren umfasst. Oder auch mehr. Seit 200 Jahren wird es statistisch wärmer, also gibt es eine globale Erwärmung. Und CO2 hat nichts damit zutun.
    Wie wär’s denn damit?

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